Entspannen und Surfen auf Bali

Gefreut habe ich mich, unglaublich gefreut, endlich auf Bali zu sein. Seit Jahrzehnten reisen Menschen nach Bali, um die einzigartige Kultur der Insel zu erforschen, zu wandern oder, wie ich, zu surfen.

Dies ist kein großer Artikel und es ist auch der erste nach zwei Wochen Stillstand, wieso und weshalb möchte ich euch erklären:

Nach vier anstrengenden Wochen Vietnam und dem leider obligatorischen Auskurieren der Verdauorgane in Singapur, habe ich auf Bali ein Gasthaus gefunden, in dem ich mich unglaublich wohl fühle. Morgens gehe ich meistens surfen, gehe Mittagessen, lese dann im Garten ein Buch oder sitze vor meinem Netbook und trinke Kaffee. Ich spüre kaum das Bedürfnis weiterzureisen und ich finde das auch gut so. Ich fühle mich in dem Haus heimisch und ich lerne vom Inhaber und seinen paar Angestellten eine Menge über Bali und deren Kultur. Dieses Wissen würde ich bestimmt nicht erhalten, wenn ich jeden Tag weiterreise. Leider verspürte ich in den letzten Wochen auch kein Bedürfnis zu schreiben.

Mein erster Eindruck vom Gasthaus war gemischt, denn der Besitzer ist ein muskelbepackter, tätowierter Mann, aber er vermittelt einem das Gefühl sofort zu Hause zu sein. Das Haus wimmelt von Tieren, die er von verschiedenen Orten gerettet hat. Die Hunde agieren nachts als Security, wie überall in Bali, und der Kater „Ringo Starr“ ist nur zum Streicheln da. Außerdem ist das Gasthaus eine gute Möglichkeit die lokale Gemeinschaft zu unterstützen, denn 90% der Umsätze auf Bali werden von Geschäften mit westlichen investoren generiert. Resorts, Markengeschäfte, Spas, etc. gehören zu großen Teilen nicht Balinesen.

Wegen den oben genannten Gründen wird es nicht viel über Bali zu berichten geben. Ich mache hier kein Sightseeing oder Actionurlaub, sondern einfachen Urlaub in einem Gasthaus mit einem sehr netten Inhaber und kostenlosen Kaffee.

 

Surfen am Double Six Beach

Wenn ich surfen möchte, gehe ich an den Double Six Beach in Legian. Zu Fuß brauche ich 20 Minuten und leihe mir vor Ort ein Surfboard.

Schon vorher wusste ich natürlich, dass das Meer kräftig ist, aber wenn man dort draußen ist, merkt man diese Kräfte erst so richtig. Jedes Mal, wenn eine Welle hinter oder neben mir einbricht, bekomme ich Angst. Sobald ich jedoch auf dem Brett stehe und die Welle mich schiebt, ist die Angst verflogen und ein Glücksgefühl bricht aus.

Am Strand unterhalte ich mich oft mit anderen Surfern. Den besten Spruch, den ich dabei gehört habe ist folgender:

Ich surfe nur um gebräunt zu werden.

 

Uluwatu

Die weiter fortgeschrittenen Surfer gehen meistens an einem der vielen Strände (z.B. Padang Padang Beach) in Uluwatu ins Meer. Die Wellen sind größer, schneller und oft gibt es Tubes zum Reiten.

Bei einem kleine Ausflug mit vier anderen Touristen auf die Halbinsel im Süden, haben wir uns den Strand Padang Padang und den Tempel Uluwatu angeschaut.

Beides war eher mäßig. Die Tempelanlage Uluwatu war überhaupt nicht schön, nur die große Klippe sah atemberaubend aus.

 

Die letzte Woche

Auch wenn ich mich hier wohlfühle, werde ich am Freitag für drei Nächte auf die Gili Inseln fahren. Die Inseln sind klein und das einzige was man dort machen kann ist Tauchen und Feiern.