Special: So ist das Essen in Vietnam

Vier Wochen Vietnam sind nun vorbei.

Vier Wochen habe ich mich vietnamesisch gegessen und versucht westlichem Essen aus dem Weg zu gehen.

 

Gliederung

  1. Info
    1. Preise
    2. Gesundheit
  2. Getränke
    1. Vietnamesischer Kaffee
    2. Eistee
    3. Bier – Bia
  3. Essen
    1. Frühstück
    2. Essen in Vietnam

 

Info

Preise

Die Preise gebe ich in vietnamesischen Dong an. Ein Euro sind grobe 30000 Dong.

 

Gesundheit

In Südafrika, Schweden und Budapest hatte ich, wie 60% aller Reisenden,  schlechte Erfahrung mit Wasser gemacht. Seitdem trinke ich Wasser nur aus Flaschen und nicht aus dem Hahn oder See/Fluss.

Besonders in Südostasien raten viele Reisebücher und Blogger darauf hin nur Getränke zu konsumieren in denen keine Eiswürfel schwimmen. Für meinen Teil trinke ich die Getränke immer mit Eiswürfel und hatte in Vietnam damit auch keine Probleme.

Für die ersten Tage sollte man auf jeden Fall auf den Satz:

„Schäl‘ es, koch es oder vergiss es!“

Ernst nehmen. In den ersten zwei Wochen habe ich keine Gemüsebeilagen gegessen.

In Vietnam werden die Zutaten meistens im Schaufenster oder im Wagen durch eine Glasscheibe präsentiert. Sollten die Zutaten in der Sonne liegen, mache ich einen großen Bogen um das Restaurant.

 

Getränke

Bevor wir zum Essen kommen, muss ich einfach auf die drei Nationalgetränke eingehen: Kaffee, Eistee und Bier.

 

Vietnamesischer Kaffee

Vietnam sollte eindeutig für seinen Kaffee bekannt sein. Noch nie habe ich so einen leckeren Kaffee getrunken, nicht in Florenz und auch nicht in Budapest.

Es gibt einmal den klassischen heißen Kaffee, aber der eiskalte Kaffe ist eine perfekte Erfrischung. Der Kaffee ist sehr stark und wird am Morgen vorgekocht und dann meistens in Plastikflaschen zwischengelagert. Bestellt ein Gast einen kalten Kaffee, wird das Glas zu einem Viertel mit dem vorgekochten Kaffee gefüllt, dann wird der Kaffee mit Kondensmilch verrührt und der Rest wird mit Crushed Eis aufgefüllt.

Ich habe keinen Backpacker getroffen, der keinen vietnamesischen Kaffee trinkt und er kostet meistens 10000 bis 25000 Dong.

 

Eistee

Der Eistee wird auf Basis von grünen Tee getrunken. Zum Tee kommt eine Scheibe Limette, Zucker und viel Eiswürfel hinzu. Wie der Kaffee ist das einfach und schlicht, schmeckt aber klasse.

Die oben beschriebene Variante habe ich nur in Hanoi angetroffen. Hanoi war aber auch die einzige Gegend in der man für den Eistee bezahlen musste (5000 bis 10000 Dong). Im Rest von Vietnam ist der Eistee kostenlos wird dafür aber nur mit Eiswürfel serviert und schmeckt sehr stark nach Grüntee. Hier ist der Tee noch unmittelbar vor dem eingießen heiß und wird durch die Eiswürfel sofort gekühlt. Außer in Hanoi wird zu jeder Mahlzeit Eistee serviert.

 

Bier – Bia

In den Straßen vom Old Quarter in Hanoi wird Bia Hoi für ein paar Cents abends am Straßenrand ausgeschenkt. Im Rest des ganzen Landes gibt es überall Plätze, um seinen Durst zu stillen.

Im Norden des Landes kann man das klassische „Bia Hoi“ und im Süden ab Hué „Saigon“ bestellen. Davon abgesehen gibt es überall Tiger, 333 und Heineken.

 

Essen

Kommen wir zum Essen. Das Frühstück ist in Vietnam leider nicht sehr stark ausgeprägt, dafür unterscheiden sich Mittags- und Abendessen kaum voneinander.

 

Frühstück

Zum Frühstück gibt es drei generelle Auswahlmöglichkeiten die ich wie folgt zusammenfasse:

  • Baguette
  • Fruchtsalat (mit Joghurt)
  • Ei
  • Pfannkuchen
  • Pho

Liebhaber von Ei unter euch muss ich leider enttäuschen. Ich kann Ei überhaupt nicht leiden und deswegen nicht viel darüber schreiben. Die Variationen reichen jedoch von klassischem Rührei bis zu ganz komischen Kreationen á la Jamie Oliver oder Tim Mälzer.

Bekommt man ein Baguette vorgesetzt, ist dieses meistens erwärmt und gefüllt mit Ei, Wurst oder Käse. Baguettes sind absolut günstig und können für 10000 Dong am Straßenstand gekauft werden.

Mein Liebling ist der Fruchtsalat: Banane, Melone und Litschi sind meistens dabei. Zusammen mit einem neutralen Joghurt schmeckt das absolut klasse und es ist natürlich gut für die Gesundheit.

Lecker sind auch die Pfannkuchen mit Banane und Honig oder Erdnussbutter.

Als fünfte Möglichkeit gibt es die Nudelsuppe „Pho“, die ich weiter unten genauer beschreibe.

 

Essen in Vietnam

Mittags- und Abendessen unterscheiden sich nicht groß und sind meisten Variationen von Nudelsuppen, Frühlingsrollen, Meeresfrüchten und Beilagen. Ich beschreibe euch mal ein paar Beispiele:

  • Pho ist die klassische Nudelsuppe Vietnams. Es scheint, als ob die ganze Nation sich von Pho ernährt. Sie schmeckt immer gut und kann vegetarisch oder mit Hähnchen, Schwein oder Rind bestellt werden.
  • Frühlingsrollen sind immer gut. Weibliche Reisende scheinen komplett auf sie abzufahren und Angst zu haben, dass es in der nächsten Stadt keine Frühlingsrollen gibt. Hauptsächlich vegetarisch, gibt es sie auch in besonderen Ausführungen. Einmal hatte ich sogar welche mit einer kleinen Garnele.
  • Seafood! Meeresfrüchte sind in ganz Vietnam ein großes Thema. An Küstenregionen schafft man es oft nicht Garnelen zu vermeiden. Gerade im Mekongdelta gibt es viel Fisch. Oft werden Garnelen zusammen mit einem Reisbrei/-pudding serviert. Dieser Brei schmeckt sehr eigenartig und wird aus Pflanzenblättern ausgewickelt.
  • Der größte Rest sind meistens Variationen mit Reis, einem besonderen Gemüse (den Namen kenne ich nicht), scharfer Soße, einer Art von Eierkuchen und Nüssen. Jedes Essen in Vietnam wird unscharf serviert. Der Gast würzt sich die Schärfe selbst rein.

 

Wenn ich Nudelsuppe bestelle, nehme ich meistens die Variante mit Rind- oder Hähnchenfleisch. In Deutschland esse ich kein Geflügel, aber hier gibt spiele ich das Spiel mit, denn oftmals gibt es Pho nur mit Hähnchen.

Schwein wird immer fettig serviert. Am zarten Fleisch hängt dann ein großes Stück fett – das ist nicht so mein Ding.

 

Ich hoffe Ihr habt über diesen Artikel einen guten Einblick in das  Essen in Vietnam erhalten.