Fünf Tage Singapur

Eine Insel, vier Sprachen, ein westlicher Lebensstandard mit südostasiatischer Kultur und einem Mischmasch an vielfältigen Nationen. Für viele Menschen wirkt Singapur eine Faszination aus. Egal ob es der Tourismus mit dem Marina Bay Sands, die Geschichte einer Industrienation in Südostasien, das vielfältige Essen oder eine Zuflucht nach einem Bürgerkrieg ist, Menschen sind in Singapur willkommen.

 

Chinatown

Als ich mein Hostel gebucht hatte, hatte ich zwei Kriterien im Hinterkopf:

  1. Günstig
  2. Zentral gelegen

Ich habe mich nach einem großen Hin und Her für ein Hostel in Chinatown entschieden. Für singaporeanische Verhältnisse ist das Hostel günstig und zentral liegt es auf jeden Fall, denn von Chinatown ist alles nur ein paar Minuten mit der U-Bahn entfernt.

Ich glaube, dass Chinatown ein Hub für jede Sehenswürdigkeit in Singapur ist. Ich brauche 5 Minuten bis zur U-Bahn-Station, günstiges Essen ist gleich um die Ecke und ein paar gute Sehenswürdigkeiten kann ich auch zu Fuß erreichen.

 

Was ich sehr bewundernswert finde ist, dass ein buddhistischer Tempel, ein hinduistischer Tempel und eine Moschee ca. 50 Meter voneinander entfernt liegen. Alle drei sind wunderschön und der buddhistische Tempel ist sogar der Prachtvollste, den ich auf meiner Reise gesehen habe.

 

Sightseeing

In Singapur kann man viel Sightseeing unternehmen. Auch wenn das Land klein ist, gibt es viel zu sehen.

An meinem ersten Tag habe ich mich nach Little India aufgemacht. Die vielen Gerüche, Frauen und Männer in traditionellen Gewändern machen diesen Ort besonders.

Das Singapore Art Museum ist das erste Museum, das ich genossen habe. Freiwillig habe ich an einer Führung teilgenommen und insgesamt einen ganzen Vormittag hier verbracht.

Den Botanical Garden habe ich mir auch kurz angeschaut, aber wegen der Hitze und der großen Fläche, habe ich mich nach einer halben Stunde auf den Rückweg gemacht.

Der „Garden By The Bay“ ist sehr touristisch, aber nachts wird die Landschaft in einem schönen Licht beleuchtet.

 

Marina Bay

Das neueste Stadtviertel Marina Bay liegt nur drei Stationen von Chinatown entfernt und ist ein sehr moderne und edle Gegend. Geprägt wird Marina Bay vom Hotel-/Casinokomplex Marina Bay Sands. Bestehend aus drei Türmen und einer Verbindungsbrücke, die aussieht wie ein Schiff, ist es das neue Wahrzeichen von Singapur. Um das Hotel gibt es viele Aktivitäten und Attraktionen.

In dem ganzen Komplex habe ich ca. 4 Stunden verbracht. Das Einkaufszentrum wird von einem Kanal durchzogen, in dem, wie im „The Venetien“ in Las Vegas, Boote mit Passagiere fahren (The Venetien und Marina Bay Sands haben den selben Besitzer).Ddas Casino ist riesig und das Hotel ebenfalls. Es gibt mehrere Theater, Kinos und einen riesigen Garten.

Nachts sieht das Marina Bay Sands einfach spektakulär aus.

 

Resort vs. Hostel

Ich muss gestehen, dass ich glücklich darüber bin, kein Hotelzimmer im Marina Bay Sands gebucht zu haben, denn das Hotel ist unpersönlich.

Schon von außen sehen die Balkons und Fenster, wie Plattenbauten aus. Die Lobby ist unglaublich laut und hotelfremde Personen dürfen sich überall aufhalten, außer im Pool oben auf dem Schiff, einigen Fahrstühlen, den Gängen und den Zimmern.

Zum Frühstück musst du in eins der unzähligen Restaurants in der Lobby gehen. Für mich hat das einen großen Nachteil. Ich liebe es ein Stammcafé zu haben oder jeden Morgen zum Frühstück eine vertraute Person zu sehen. In einem Hostel hast du und ich vielleicht nicht die Privatsphäre, aber den Komfort kannst du dort genauso bekommen und es ist viel persönlicher.

 

On a shoestring in Singapur

Schon bevor ich in Singapur angekommen bin, stand fest, dass ich mit einem kleinen Budget auskommen möchte. Natürlich ist es  mein Ziel viel zu sehen und zu erleben, aber 25 S$ für eine Rooftopbar ist doch ein zu hoher Betrag und so etwas fällt raus. Hier nenne ich euch ein paar Tipps, wie ich mit einem kleinen Budget in Singapur überlebe. Über manche Tipps lacht ihr bestimmt und auf einige bin ich auch nur durch Zufall gekommen, aber im Endeffekt bleibt dadurch der Geldbeutel gefüllt.

 

Kostenloses Wasser im Casino

Im Casino vom Marina Bay Sands gibt es kostenloses Wasser. Eine kleine Wasserpulle ( 0,33l ) in Singapur kostet mindestens 0,7 S$ (ca. 45 Eurocent) und bei 31°C im Schatten benötigt man davon eine Menge. An meinem zweiten Tag bin ich durstig in das Casino gegangen. Eigentlich hatte ich vor auf eine Kellnerin zu warten, so zu tun als ob ich spiele und einen Dollar in den Automaten zu werfen und anschließend bei ihr ein großes Wasser zu bestellen. Dies musste ich jedoch gar nicht tun, denn im ganzen Casino sind Tische mit Wasserflaschen befüllt. Ich habe fünf Flaschen ausgetrunken und musste dafür kein Geld verspielen.

 

Kostenlos die Stadt von oben sehen

Wie in Bangkok und Saigon wollte ich die Skyline von Singapur von einer höher gelegenen Position fotografieren. Die Preise für Eintritt und Getränk auf einer Rooftopbar sind jedoch unglaublich teuer. Während meines Aufenthalts bin ich auf zwei günstige Möglichkeiten gestoßen, doch ein Foto zu bekommen. Es gibt eine nicht ehrbare, kostenfreie und eine ehrbare, günstige Möglichkeit.

Die nicht ehrbare und kostenfreise Möglichkeit besteht darin, zu versuchen auf die Rooftopbar Ku Té Wa des Marina Bay Sands zu kommen, ohne einen Trink zu kaufen. Das Marina Bay Sands hat für diesen Zweck eigentlich eine gesonderte Ausblickplattform, für die man aber bezahlen soll.

Dem Concierge am Fahrstuhl habe ich erzählt, dass ich einen Drink in der Bar trinken möchte. Er lies mich durch und der Fahrstuhl war kostenlos. Oben angekommen, ging ich in die Bar,  fixierte einen freien Platz am Geländer, holte meine Kamera raus und machte dann meine Fotos. Ob man dann ein Getränk bestellt, ist jedem selbst überlassen und ob dieser Trick auch bei Nacht funktioniert kann ich nicht sagen.

Die ehrbare Möglichkeit und viel schönere kostet 5 S$ Eintritt. Zwischen dem Marina Bay Sands und dem Meer gibt es eine Gartenanlage, die sich Garden By The Bay (oben im Artikel habe ich die Anlage kurz erwähnt) nennt. Dort gibt es einen Gehweg in 23 Meter Höhe, der „OCBC Skyway“. Der Eintritt kostet 5 S$.

Abends wird um 19:45 und 20:45, eine Lichtershow mit Musik für 15 Minuten gezeigt. Dem Ticketabreiser habe ich gesagt, dass ich die Show sehen möchte und er mich bitte zum passenden Zeitpunkt hochlässt. Wenn man dann oben ist, ist alles um einen herum unglaublich schön. Vor einem wird der Garten beleuchtet und hinter einem ist die Skyline von Singapur zu sehen.

Ich würde auf jeden Fall die zweite Möglichkeit bevorzugen, auch wenn man nur 23 Meter hoch ist.

 

Essen in Hawker Centers

Essen in Singapur kann teuer werden. In meinen fünf Tagen habe ich keinen Supermarkt gesehen, um Lebensmittel einkaufen zu können. Um günstig essen zu gehen, kann ich Hawker Center empfehlen. Jedes Viertel hat  mindestens ein Center und die Auswahl der Gerichte ist oft riesig und die Preise günstig.

 

 

Über Singapur gibt es leider nur diesen Artikel. In den fünf Tagen habe ich leider nicht mehr erlebt. Um so aufregender wird Bali, meine nächste Station.