Schnorcheln auf Gili Trawangan

Für drei Nächte habe ich mich auf Gili Trawangan zurückgezogen. Ich habe die Insel erkundet, dabei paradiesische Bars gefunden, Schnorcheln ausprobiert und den Rücken verbrannt.

Was ist eigentlich Gili Trawangan?

Gili T ist eine von drei Inseln zwischen Bali und der östlich gelegenen Insel Lombok. Die beiden anderen inseln sind Gili Meno und Gili Air. Auf allen Inseln gibt es keine Autos oder Roller und keine Polizei. Die Bevölkerung ist, wie ganz Indonesien, muslimisch – Bali ist die einzige hinduistische Insel.
Gili M und A sind Flitterwochen Inseln und sehr ruhig. Gili T, auf der ich übernachtet habe, ist größer und hier ist viel Party möglich.

 

Schnorcheln

Mein Highlight auf Gili T war der sechsstündigen Schnorcheltrip. Für 7 Euro wurden wir zu zehnt auf ein Boot verfrachtet. Wir hatten zwei Guides, einen Kapitän und die Ausrüstung war auch schon inbegriffen.
Wir fuhren drei Stationen an und konnten wunderschöne Korallen mit deren Bewohnern und sogar fünf Schildkröten sehen. Die Schildkröten waren eher langweilig, aber die bunten Fische und die Korallen waren unglaublich.
Was ich bei dem schönen Anblick der ganzen Fischen und Korallen vergessen habe, war ein T-Shirt anzuziehen und mich einzucremen. Das Resultat war, dass ich die ersten zwei Tage einen roten Rücken und Brustkorb hatte und danach der ganze Rücken gejuckt hat, wie Sau. Wahrscheinlich hatte ich eine Sonnenvergiftung. Zwei Tage lang konnte ich nur 3 Stunden pro Nacht schlafen und mein Rücken hat sich angefühlt, als ob jemand hinter mir sitzen würde und ständig mit Nadeln in meine Haut sticht.

Die Insel

Das Leben auf der Insel entfaltet sich um den Hafen rum. Hier ist das Dorf schon eine kleine Stadt, aber in den Hintergassen fühlt man sich, wie in der Zeit zurückgesetzt. Die Pferdewagen rattern über die Schotterstraßen, Kinder laufen über die Straße und der Muezin sang zu jeder möglichen Stunde.
Kehrt man dem Dorf den Rücken, kann man entlegene Strände und schöne Bars mit Hängematten finden. Das Wasser ist überall warm und Riffe erstrecken sich, um die ganze Insel. Boote liegen vor Anker und überall sind Menschen am Tauchen und Schorcheln.

 

Abzockversuch von der Bootsfirma

Um auf die Gili Inseln zu kommen, muss man verständlicherweise auf dem Wasserweg anreisen. Ich buchte mein Ticket in Seminyak bei einer Touragentur. Im Preis inbegriffen ist immer ein Shuttle von deinem Hotel zum Hafen und wieder zurück.
Das Boot war super und die Shuttletransporte auch, aber zwei Sachen muss ich einfach erwähnen.
Zuerst wurde ich bei der Hinreise von der Bootsfirma von der 10:30  auf die 1 Uhr Fähre umgebucht, ohne Bescheid bekommen zu haben. Ich durfte also 1 Stunde länger warten, dann eine Stunde planlos durch Kuta und Legian fahren und dem Fahrer dabei helfen die Hotels von anderen Reisenden zu finden.
Um zurück zu fahren muss man sich auf der Insel bei dem Büro des Fährunternehmens einen Tag vorher melden und mitteilen, wann man abreisen möchte. Mein Fehler war, dass ich nachmittags hingegangen bin, als kein anderer Reisender da war. Der Mitarbeiter meinte zu mir, dass ein Shuttle nicht inbegriffen sei und ich nur bis Padangbai (dem Hafen auf Bali) fahren könne. Das ist kompletter Mist, denn ein Shuttle ist immer im Preis inbegriffen und der Mann wollte sich etwas dazu verdienen. Ich bin dann am nächsten Morgen erneut hingegangen, als mehrere Backpacker für die abreisende Fähre eingecheckt haben, und habe mein Shuttle erhalten.
Das Fährunternehmen hies Eka Jaya.

 

 

Ein bisschen langweilig war die Insel für mich, denn die zwei Aktivitäten erstrecken sich nur vom Tauchen / Schorcheln auf Party. Zwar habe ich mich in dieser Zeit in Gin Tonic verliebt, aber da ich weder exzessiv Tauche oder Party mache, habe ich mich gefreut mal wieder zurück nach Seminyak zu reisen.

Zurück in Seminyak habe ich mich von meiner Sonnenallergie erholt und zum Ende den Tanah Lot Tempel besucht. Die Menschenmassen am Tempel waren unangenehm, aber trotzdem war der Sonnenuntergang schön. Ganz amüsant war, dass  Besucher, die den Tempel besichtigen wollten, sich für ein kleines Entgeld reinigen lassen mussten. Nach der Reinigung durfte man allerdings die Treppe nur halb hochgehen, da der eigentliche Zugang zum Tempel nur für Gläubige ist.  Von vorne konnte man nicht sehen, dass die Treppe nach der Hälfte gesperrt war.

 

Nun ist das Ende meiner Südostasientour gekommen. Die nächste Station ist Neuseeland.