Tasman Bay und Upper Moutere

Na, das war aber eine lange Funkstille. Über Reiseupdates habe ich die letzten Wochen geschwiegen, aber jetzt wird mit dem Schweigen gebrochen. Ich bin endlich auf der Südinsel angekommen!

Reisende und Neuseeländer, die ich getroffen habe, haben mir immer wieder gesagt, dass die Südinsel schöner als die Nordinsel ist. Da habe ich mir doch gedacht: „So schnell wie möglich nach Süden“.

Das Übersetzen mit der Fähre auf die Südinsel hat 3 Stunden gedauert. Noch nie habe ich eine so stürmische Hauptstadt, wie Wellington besucht. Der Wind ist so stark, dass ich mitsammt Rucksack vom Wind umgeworfen wurde und wie ein trotteliger Käfer nicht mehr aufstehen konnte.

 

Laufen in Picton

Mein Hostel in Picton war ein Traum von Pippi Langstrumpf. Blumen blühten überall auf dem Gelände und abends wurde ein Feuer im Hof angezündet. Außer, dass ich in Picton angefangen habe zu laufen, ist nichts aufregendes passiert. Natürlich kann man von hier Touren in den Queen Charlotte Sounds und auf den Queen Track buchen, was ich auch gerne gemacht hätte, aber nach zwei Tagen bin ich weiter in die Tasman Bay nach Motueka gereist. Sollte ich wieder zurück nach Picton reisen, werde ich definitiv mir eine Angel vom Hostel ausleihen und mir mein Abendessen selbst fangen.

 

Tasman Bay – Motueka

Von Motueka war ich zuerst nicht sehr begeistert. Die kleine Stadt ist in Quadrate eingeteilt und erstreckt sich über mehrere Kilometer. Sie ist ein Eingangstor zum Abel Tasman Nationalpark (offizielle Info-Seite)und einige Backpacker versuchen hier ihr Glück mit Arbeit.

Vier andere Backpacker im Bus von Picton nach Motueka hatten ihre Unterkunft in einem Hostel am Rande der Stadt. Zuerst waren sie überrascht, dass das Hostel so weit am Stadteingang liegt, als wir vorbeigefahren sind, und nach 500 Metern zogen sich die Gesichter und nach 2km haben sie realisiert, dass sie den ganzen Weg zurück gehen müssen.

Einige Häuser sehen sehr öde und verlassen aus. Im Hostel habe ich mich jedoch super wohlgefühlt. Die Inhaber sind Deutsche und es war sehr wenig los. In meinem geräumigen 6-Bettzimmer waren wir nur zu viert und das angenehme war, dass alle von uns schon älter waren und nicht erst im Sommer das Abitur abgelegt haben. Wir hatten viel Spaß.

Nach einer Nacht im Hostel hat mich mein Wwoofgastgeber morgens abgeholt. Sein Grundstück liegt direkt an der Tasman Bay und morgens nach dem Aufwachen habe ich meinen Kaffee direkt am Wasser getrunken. Hier habe ich das erste und bis jetzt einzige Mal einen Tui gesehen.

Tagsüber war es unglaublich heiß und das Arbeiten wurde von Stunde zu Stunde anstrengender. Gleich nach einem Tag hier habe ich mit meinem nächsten Gastgeber in Verbindung gesetzt und konnte dort nach 2 weiteren Nächten auch anfangen.

 

Tasman Bay – Upper Moutere

Mein nächster Wwoofgastgeber wohnte in Upper Moutere in der Nähe von Motueka auf einer neu gegründeten Farm. Meerblick auf die Tasman Bay hatte ich von hier nicht, aber jeden morgen haben mich Schafe begrüßt, wenn ich aus dem Gartenhaus geguckt habe.

Mein Host baut alle Gemüse ökologisch an und verkauft seine Produkte Samstags und Sonntags auf Märkten in Motueka und Nelson. Dazu stellt er Honig und besonderen Kompost her.

Dieser Aufenthalt war sehr interessant und hat mir einiges gelehrt. Einige Dinge sind sehr interessant und sind einfach nur kurios. Ihr könnt gerne selbst herausfinden, welcher Punkt zu welcher Kategorie gehört:

 

Die Familie war sehr nett und wir haben sogar zusammen Nikolaus gefeiert. Zusammen mit dem niederländischen Onkel, der zu Besuch war, bin ich nach Norden zu Fairwell Spit gefahren.

Fairwell Spit ist stärker geschützt als ein Nationalpark und Heimat für viele Vögel. Ohne geführte Tour darf man nur die ersten 2 km zu Fuß begehen und mit dem Auto darf man erst garnicht auf den Strand fahren. Wir haben eine Tour gebucht, die mir mit 150$ tief in die Tasche gegriffen, sich aber gelohnt hat.

Nach zwei Wochen auf dem organischen Bauernhof bin ich weitergereist nach Rolleston bei Christchurch.