Waihi Beach und das Auenland

In Waihi Beach bin ich mit keiner wirklichen Vorstellung angekommen. Ich war wenig vorbereitet über den Ort und die Region, aber meine Wwoofgastgeber sind ein wandelndes Lexikon über Geschichte, maorische Kultur, Marvel Comics, organische Gärten und und und …

 

Das Wwoofen in Waihi Beach

In den drei Wochen in Waihi Beach ist mir wieder bewusst geworden, dass die Menschen, die man auf der Reise trifft, das Reisen besonders machen. Meine Hosts waren unglaublich nett und ich war traurig nach drei Wochen abzureisen.

Das Haus der Gastgeber liegt etwas außerhalb von Waihi Beach direkt auf einem Berg. Der Blick ist atemberaubend: Man sieht von der Terrasse das Dorf, das Meer und die Insel Mayor Island.

Während meiner Zeit waren noch drei andere Wwoofer im Haus. Da Julia nur am Anfang und Steve am Ende da waren, habe ich die meisten Zeit mit Clair verbracht. Sonntags bis Mittwoch haben wir draußen im Garten gearbeitet, Samstags sind wir nach Tauranga zum Farmer’s Market und Supermarkt  gefahren, um die Wocheneinkäufe zu erledigen, und Donnerstags und Freitags hatten wir Freizeit. Außerdem haben wir jeden Abend zusammen gekocht.

 

Wie oben erwähnt, war ich traurig abzureisen – ich habe mich hier richtig  wohl gefühlt, aber ich habe dann auch selbst bemerkt, dass ich weiterreisen muss. Auch wenn ich mich nach knappen vier Monaten Reisen nach einem Ort sehne an dem ich länger bleiben kann, juckt es doch schon wieder in den Füßen.

 

Mount Maunganui

Zusammen mit Clair habe ich einen Tagesausflug nach Mount Maunganui unternommen. In Sichtweite von Waihi Beach ragt der inaktive Vulkan über die Bay of Plenty und überragt alles in weiter Entfernung. Die Stadt Mt. Maunganui am Vulkan liegt auf flachen Terrain und bietet einen ungewöhnlichen Anblick vom Gipfel.

 

Hobbiton

Unsere Gastgeberin Donna hat Julia, Clair und mich an einem Freitag auf einen Roadtrip nach Hobbiton eingeladen.

Hobbiton ist das englische Wort für das Auenland aus dem Herrn der Ringe und dem Hobbit. Nachdem der Dreh vom „Der Hobbit“ im Auenland abgeschlossen war, blieben die Höhlen, Gärten und das Gasthaus stehen und seitdem können Touristen sich das Auenland ansehen – für schlappe 75$.

Wir fuhren ca. 2 Stunden bis nach Matamata und weitere 15 Minuten hinaus ins Auenland. Momentan wird der Eingang umgebaut und es war ein reinstes Chaos, obwohl es 9 Uhr morgens war und die erste Tour noch nicht angefangen hatte. Donnas Tipp, an der ersten Tour teilzunehmen, ist wahres Gold wert. Touren starten jede 15 Minuten und wenn man nicht an der ersten Tour teilnimmt, hat man ständig andere Touristen vor einem und man kann kein Foto ohne Personen knipsen.

Die Höhlen existieren nur von außen und sind innen leer oder haben erst keinen Innenraum, aber das ganze Tal sieht, wie im Film aus.

Seht ihr auf den Fotos den Baum über Bilbos Höhle? Der Baum ist aus Plastik und zwei Wochen, bevor der der Dreh los gehen sollte, entschied Peter Jackson, dass das Grün der Blätter satter sein muss. Zwei arme Maler hatten also die Aufgabe unter Zeitdruck jedes einzelne Plastikblatt mit neuer Farbe einzusprühen.

Nichts desto trotz sieht alles wirklich „Hobbit“-mäßig aus. Schöne kleine Gärten, Blumen überall und die kleinen Höhlenfenster.

Nicht empfehlen kann ich allerdings das kostenlose Stout-Bier im Gasthaus. Auch wenn das Bier im Preis inbegriffen war, hatte ich den restlichen Tag Kopfschmerzen. Greift lieber zum Ale oder alkoholfreien Ginger Ale.

Während meinen Recherchen zum Hobbit, bin ich auf eine Website von Google gestoßen: The Hobbit – Battle of the five armies.

Die Seite ist sehr interaktiv und cool gemacht. Ihr könnt euch die Geschichten zu allen Charackteren ansehen, Spiele spielen und Orte auf Mittelerde auf einer Karte entdecken. Zum Ansehen der Website solltet ihr einen aktuellen Chrome oder Firefox benutzen.

 

Ja, wie ihr seht ist leider nicht viel erwähnenswertes passiert in diesen drei Wochen. Meine ersten zwei Monate in Neuseeland sind fast um und vier warten noch auf mich.Vier Monate die ich auf der Südinsel verbringen möchte, denn morgen setze ich von Wellington über nach Picton.